Frühjahrskonzert begeistert

Die vollbesetzte Rheinhalle Ketsch bildete den passenden Rahmen für das große Frühjahrskonzert des Gesamtorchesters des Musikvereins 1929 Ketsch am vergangenen Sonntag, den 31.03.2019. Die über 50 Musikerinnen und Musiker hatten unter der Leitung ihres Chef-Dirigenten Kunihiro Ochi in monatelanger Probearbeit ein höchst anspruchsvolles und abwechslungsreiches Konzertprogramm erarbeitet. Passend zum 90 jährigen Vereinsjubiläum eröffneten die Musiker das Frühjahrskonzert mit der „Jubilee Fanfare“ von Franco Cesarini, ein Werk, das ursprünglich aus Anlass des 150 jährigen Bestehens der Schweizer Bahnen komponiert worden war. Nach dem gelungenen Auftakt begrüßte die 2. Vorsitzende Nina Zorn die zahlreichen Gäste, darunter auch Bürgermeister Jürgen Kappenstein, seinen Amtsvorgänger Hans Wirnshofer, den Landtagsabgeordneten Manfred Kern und den Vorsitzenden des Blasmusikverbandes Rhein-Neckar, Herrn Helmut Spannagel. Daraufhin übernahm Aline Köber das Mikrophon, die durch das Programm des Abends führte und den Besuchern viele Hintergrundinformationen zu den einzelnen Werken geben konnte. So etwa zum zweiten Stück des Abends, „Die Hexe und die Heilige“ von Steven Reineke, der sich bei seiner Komposition durch das gleichnamige Buch von Ulrike Schweikert inspirieren ließ. Die Geschichte erzählt von einem dunklen Kapitel des Mittelalters: Den Hexenverfolgungen. Nach diesem monumentalen Werk nahmen die Musiker die Zuhörer mit auf eine Zugfahrt mit einer Dampflok durch Oregon im Nordwesten der USA. „Oregon“ von Jacob de Haan beschreibt musikalisch eine abenteuerliche Reise durch eine faszinierende Landschaft. Den zweiten Teil des Frühjahrskonzerts eröffnete Klarinettist Andreas Gebhardt mit dem von John Williams komponierten Stück „Viktor`s Tale“, das vielen auch aus dem Spielfilm „The Terminal“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle bekannt sein dürfte. Mit einer alten Nintendo-Spielekonsole in der Hand leitete Aline Köber zum nächsten Werk über. In „Super Mario Bros.“ des Arrangeurs Takashi Hoshide sind Originalmelodien von Koji Kondo aus dem gleichnamigen bekannten Videospiel der 1980er Jahre in einem Werk für Blasorchester zusammen gestellt worden. Weiter ging es mit Musik aus einem Musical, für das ein Disney-Zeichentrickfilm des Ausgangspunkt bildete: „Der Glöckner von Notre Dame“, eindrucksvoll dargeboten von des Musikerinnen und Musikern des Musikvereins 1929 Ketsch. Den Abschluss des Programms bildete ein rockiges Medley mit Titeln der berühmten Band „Deep Purple“. Nina Zorn dankte zum Schluss allen Gästen für ihr Kommen und bedankte sich bei den zahlreichen Helfern im Hintergrund, ohne die eine solche Veranstaltung überhaupt nicht zu bewältigen wäre. Kunihiro Ochi und seine Musiker hatten aber auch noch eine Zugabe im Gepäck. Bei der „Laubener Schnellpolka“ konnten die verschiedenen Register noch einmal zeigen, was sie können. Das „Badner Lied“ beschloss einen bemerkenswerten Konzertabend, bei dem der Musikverein 1929 Ketsch wieder einmal seine hohe musikalische Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen konnte.